HÄNGEN, AUSWEIDEN UND VIERTEILEN

Eine Wiener Forscherin verfügen über zahlreiche makabre flugblätter entdeckt: die historischen Schriften künden von Hinrichtungen und verraten, zusammen im Wien ns Frühneuzeit mörder und Diebe zu Tode gebracht wurden. Einer verblüffende Chronik von Schuld und Sühne, schmücken mit zeitgenössischen Kriminalgeschichten.


Anna Clara E. War 36 jahre alt, ledig und hätte zwei Kinder. Sie arbeitete als Kindermädchen in Wien. Zunächst lehnte sie Aufforderungen ab, den Schlüssel ihrer Truhe deswegen zurechtzubiegen und daran kommen sie feilen, dass sie damit bei den Kanzleischrank ihrer Herrschaften einbrechen und daraus geld entwenden könnte. Jenes "alldasige Stubenmensch“, wie die Anstifterin in der Ankündigung zu Anna Claras Hinrichtung vorgesehen wird, ließ no locker und konnte sie schließlich zum Diebstahl überreden. Es ausblüten nicht in einem Mal, sie bediente sich demnächst regelmäßig an den Münzen das Herrschaften. Sie wurde überführt, und ns Urteil für ns zweifache Mutter zu sein drakonisch: Tod aufgrund das Schwert. Das wurde in Mittwoch, zum 23. November 1735, vor dem Schottentor an Wien vollzogen.

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Die Wiener Literaturwissenschafterin claudia Resch kennt die biografie von anna Claras Hinrichtung ende einem Flugblatt der damaligen Zeit. Resch verfügen über insgesamt 174 solch historische Dokumente ende dem 18. Jahrhundert ausfindig gemacht, ns Zeitalter, ns quasi "Blütezeit“ zum diese nett von Verkündigungen war. Damit wurden die Exekutionen pedro gemacht, sie dienten möglicherweise wie Andenken für die Besucher, als moralische gerechtfertigt der stets wie "wohlverdient“ bezeichneten Todesurteile und dazu, andere vor ein Laufbahn wie Dieb, Räuber hagen Mörder zu warnen. Diese bis um heute erhaltenen, fragilen Flugblätter sind für das Forscherin ein großer Gewinn, denn im Vergleich zu anderen städtisch gibt es für Wien gerade genug etwas ist anders aus dieser Zeit. über London, paris und nieders weiß man damit Beispiel basierend von Gerichtsakten und andere Dokumenten ungleich genauer, als man da drüben mit "Malefikanten“ verfuhr.


Es herrscht jedenfalls Aufholbedarf in frühneuzeitlichen Justizgeschichte Wiens, meint Resch, die am Austrian Centre weil das Digital Humanities das Österreichischen Akademie der Wissenschaften forscht. Anhand dieser Zettel kann sie nun inzwischen tragische Einzelschicksale über Personen nachvollziehen, wir aber auch ein bild über ns Verbrechen dies Zeit bastelte und darlegen, als die Leute um zu umgingen. Daher werfen das Flugblätter ein wenig als Licht auf eine bis jetzt im Verborgenen gebliebene, dunkel Seite dies Zeit.


"Diese Flugblätter zu Todesurteilen es war Gebrauchsschriften und gewissermaßen die Massenmedien der zeit Zeit“, erklären Resch. Umso als fasziniert es, dass diese Zettel noch erhalten sind, und obwohl teilweise innerhalb Wien Museum, in der Nationalbibliothek und der Wienbibliothek. Das handelt sich um herum Blätter etwa im A4-Format, die in der Mitte einmal gefaltet zu sein und so eine nett Heftchen mit vier seiten bildeten. An der Titelseite prangten unter Schlagzeilen als "Rechtmässiges Todes-Urtheil“ oder "Wohl-verdientes Urtheil und Recht“ die harten Fakten, mit zu ihnen ein dafür drakonisches Urteil wie die Todesstrafe begründet wurde. Ns römisch-katholische anna Clara E. Werde haben verwerflicherweise "in ihrem ledigen gestanden schon zwei kinder erzeuget“ und stammte das ende Stockerau. Ns Familienname wurde immer abgekürzt, ca die angehörige und wohl auch Personen mit gleichlautendem Nachnamen zu schützen. Aus aufzeichnungen einer Wiener Totenbruderschaft, die für ihr Begräbnis sorgte, weiß man heute, dass das E für "Eder“ stand. Sie habe die Diebstähle gestanden, can man ferner lesen, ebenso als oft und zusammen viel sie gestohlen habe, und darum würde sie "anderen zum Beispiel“ mit zum Schwert "vom leben zum Todt hingerichtet“.


Bei manchen der Flugblätter angekommen auf den folgenden Seiten einen reuiges Gedicht, das ende der sicht der verurteilten geschrieben - etwa: "Ich hab nach und nach entfremdet eine grosse Summa Geld/ hab es liederlich verschwendet“ -, an dem die Delinquenten ihre geschichte noch einmal aufrollten, die etc aufforderten, in dem rechten Pfad zu bleiben, und endlich Abschied über der viel nehmen. Natürlich könne man davon ausgehen, dass sie diese Dichtungen nicht selbst verfassten, sondern das ihnen diese Worte an den Mund zusammenarbeiten wurden, deswegen Resch: "Wer sie tatsächlich geschrieben hat, wissen wir nicht.“ das Forscher gegangen aber davon aus, das die Flugblätter in Eile getextet und gedruckt worden sind, denn zwischen verurteilung und Vollstreckung lagen bei der Regel anzeigen wenige Tage. Die meisten broschüre sind sogar mit klein Holzschnittvignetten verziert, die zum beispiel Totenschädel, verlöschende Kerzen, Sanduhren oder Schlangen zusammen Zeichen der Vergänglichkeit und ns Bösen zeigen.


Wer die Flugblätter geschrieben hat, ist unklar. "Vielleicht waren es Theologen, wahrscheinlich Schreiber von dem Hof“, bedeuten Resch. Sie könnten aber sogar von Berichterstattern des 1703 erstes mal erschienenen "Wiennerischen Diarium“ stammen, von Vorläufer der heutigen "Wiener Zeitung“. Betrachten manche Hinrichtungen wurde sogar dort berichtet, und das Forscherin will nun die Texte hier und dort vergleichen. Solle wurden sie von ns sogenannten "Urtheilsweibern“. Ns waren höchstwahrscheinlich Händlerinnen, das sich wie Kolporteurinnen ns Zubrot verdienten.


Die pamphlets wurden exakt bei der Tag ns Hinrichtung verteilt und es war günstige Drucke, die die personen vielleicht zusammen das programm für ns Theaterstück zur die info kauften - und als Andenken, dass sie bei einen solchen Hinrichtung dabei waren, sammelten. Zum die autoren war mit das der gegenwärtig Sensationspresse nicht unähnlichen Blättern bei Summe sicher sogar ein schöner Gewinn kommen sie erzielen. Nebenher dienten sie wohl das Legitimation das Todesurteile (immerhin hießen sie stets "wohlverdient“), und man konnte damit massenwirksam moralisieren. Auch in den aus sicht der Delinquenten geschriebenen verse gab das niemals Zweifel, dass die strafen gerechtfertigt waren. Immer wandelten sie sich darin über gemeinen Verbrechern zu reuigen Sündern. Das diesseitige bestrafen und Reue ns Missetäter hilfreich laut der damaligen Auffassung, Schlimmeres kommen sie verhindern, so Resch: "Dadurch hatte ein armer Sünder das ewige ausgeforscht noch no verwirkt.“ einer statuierte wohl sogar Exempel zwecks Abschreckung und verdeutlichte dies an den Texten.


Unter ns Verurteilten waren sicher Mörder, Räuber, die ihre Opfer erschlugen, und Kindstöterinnen. Das 20-jährige Maria anna G. War seit ihre zwölften Lebensjahr verwaist, verdiente ihren Unterhalt zuerst mit kommen sie Bemalen über Bechern und erschummelte sich ns Pflegeplatz, zusammen in Wien "die hinfallende krankheit und Fraiß“ - ein ertragen mit Krampfanfällen - ausbrach, und erstach in der Versorgungsstätte, als die andere Bewohner bei der Gottesdienst waren, einer 80-jährige Frau, gut um an deren Besitz kommen sie kommen. An vielen fällen ging es aber bloß um das Diebstahl von geld und Wertgegenständen, über Vieh, Brennholz, Bettwäsche, Hemden und Lebensmitteln. In solchen geringeren Verbrechen mussten sich das Taten allerdings summieren, damit sie hinrichtungswürdig waren.


Die 40-jährige anna Maria M. Wurde um zu Beispiel am 27. Jänner 1747 zusammen "angewohnt- und incorrigible Diebin“ ebenfalls bevor dem Schottentor mit dem Schwert getötet. Sie war vor nach Diebstählen bei Wieden und Döbling bereits mit "Ruthenstreichen“ gezüchtigt worden und ich werde es haben sich mehrmals innerhalb Zuchthaus befunden. Sie brach aus und wurde ein weiterer beim der diebstahl erwischt. Mathias H., 35 jahre alt, stahl einer diamantbesetzte goldene Uhr, Goldketten, ein silbernen Degen und Ähnliches. Das wurde am 6. Oktober 1735 in Wienerberg weil den Strang hingerichtet. Viel Delinquenten es war zuvor wunderschönen wegen Vergehen von Landes erwähnen worden, kehrten zurück, weil sie sich anderswo nicht durchschlagen konnten, und wurden deshalb wegen "Urfehdebruch“ zu Tode verurteilt. Dafür etwa Johann Adam F. Wie Dieb und Betrüger bereits kommen sie Zwangsarbeit beurteilen und wegen Mangel in Besserung ns Landes verwiesen, kehrte er zurück, es wurde gefasst, seilte sich oben der anschließenden fliehen mit einer Schnur von der Donaubastei ab, zeigen um ein weiterer straffällig und gefasst kommen sie werden, worauf das Richter seine Treiben über Strang ein ende setzen ließen.


In den insgesamt 174 Flugblättern wird von der Exekution by 168 Delinquenten berichtet. In waren 142 männer und 26 Frauen. Manchmal waren zwei an einer tat beteiligt, wenn sogar eine bande von jahr Personen, auf der anderen seite gab das manchmal auch mehrere ähnliche flugblätter für ns und dieselbe Hinrichtung. Eins in zwei zeichneten dann mehrere verfasser verantwortlich oder eine veröffentlichung wurde eilig nachgedruckt, weil das erste Auflage kommen sie rasch genommen war.


Frauen wurden die meiste zeit geköpft, Männer auch gerädert und gehenkt, gemeldet Resch. Außerdem gab es diverse Strafen vor und nach dem Tod. Kindsmörderinnen wurde bei der Hinrichtung das Hand mit ein Schwerthieb abgeschlagen und der Menge präsentiert. Dem ende Baden stammenden peter P., ns einen Gesellen in einem Wäldchen in Sankt Pölten im argument erschlagen hatte, zwickte ns Henker vor dem aufhängen mit ein glühenden Zange in die linke Brust. Unterschiedlich Verurteilte wurden kommen sie ihrer Schande durch die menge geführt. International gab es in dieser Zeit einer Tendenz, zusätzliche strafen erst an den töten Körpern zu vollstrecken: kommen sie zählten die Zurschaustellung von Toten oder einzelner körperteile und wer Nichtbestattung, deswegen die Forscherin.

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Die meisten Delinquenten waren durchaus jung, so in von ihnen Zwanzigern und Dreißigern, und vom leben alles andere wie bevorzugt. Unter fanden sich viele Knechte und Mägde innerhalb Dienste über Bauern oder Fleischhackern, Gärtner, Haarkrauser, Hirten, Kellner, Leinweber- und Maurergesellen, Perückenmacher, Schaf-, Reit- und Rossknechte, aber auch ein Schneidermeister und ns Schuhmacher. In Mord und tötung waren die Tatwaffen häufig das, was man gerade zur hand hatte, das meisten waren so eher nicht geplant. Von der devotionalien her machten ns Richter nein Unterschiede, ns Palette der Verurteilten gleichwertig - sofern man das an den durchaus kleinen antragszahlen sagen kann sein - dem zeit Bevölkerungsschnitt, erklärt Resch.


Auch ns Hinrichtungsorte konnte sie anhand ns Dokumente nachvollziehen: "Beim Rabenstein vor dem Schottentor jawohl wir 79 Fälle, dort fanden ns meisten Hinrichtungen statt.“ teil seltener wurde bei der Wienerberg bei der Spinnerin bei der Kreuz vollstreckt, denn ab 1747 wurde diese Hinrichtungsstätte an Geheiß der Kaiserin maria Theresia nicht mehr verwendet. Einzelne fälle gab es sogar auf der Gänseweide, das Erdberger Rossweide, vor dem Stuben- und Kärntnertor. Die Plätze war stets dafür gewählt, dass Platz für eine größere Zuseherschar war. Eine Enthauptung, ns Hängen, Rädern, Vierteilen und Verbrennen stellte wohl auch ein schauspiel dar. Dann Tötungen finden öfter gegen das ende der hauptsächlich statt, wobei Sonntag offensichtlich tabu war: bei der Tag von Herrn hatte keiner der Delinquenten bei Reue bevor ihn treten. Weil der anzahl der erhaltenen pamphlets schließt Resch, das solche Hinrichtungen in dem Schnitt alle paar mehrmonatisch stattfanden. "Wir können zwar nicht davon ausgehen, das alle Flugblätter bekommt geblieben sind, noch allzu viele als sollten es nicht sein“, geschätzt sie.


Um die sterblichen Überreste der Hingerichteten kümmerte sich einer Wiener Totenbruderschaft. Diese werde haben sich nicht nur an die Statuten geschrieben, arme und Mittellose zu begraben, sondern auch die körper sündiger Seelen. Teile republik erhielten Wiener Anatomen die Leichname für dein Forschungen.


Mit von ihnen Kollegen daniel Schopper und Magdalena Aigner hat Resch die Flugblätter nun innerhalb Volltext digitalisiert und mit viel Anmerkungen und erklären versehen. Das Verschlagworten sei überhaupt nicht so einfach, da die gängigen Computerwerkzeuge sind anzeigen für die Gegenwartssprache ausgelegt. Bei den alt Texten finden man ca für "Urteil“ unterschiedlich Schreibweisen zusammen "Urtheil“, "Vrtheil“ und "Urthl“. Davon abgesehen tun sich das Texterkennungsprogramme mit ns Frakturschrift ns Originale schwer. Deshalb war mehrere Handarbeit angesagt. Dennoch bekomme die text mittelfristig zum alle forscher verfügbar sein, die etwas damit anfangen können. Zum beispiel Kriminalitätshistoriker, Sozialgeschichtsforscher, Religionswissenschafter, Genealogen, Kunsthistoriker, die sich für das Holzschnittvignetten interessieren, heu Linguisten, die das Sprachstand das Texte analysieren. Die Forscher rechnen mit Interesse aus verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen aber auch aus der breiteren Öffentlichkeit und eingeordnet ihre arbeiten daher als Open data frei zum Verfügung.


Resch jawohl aber sogar selbst noch mehrfach mit das nunmehr digitalisierten Texten das ende den Flugblättern vor. Zum beispiel eine Landkarte ns Verbrechen im Wien innerhalb 18. Jahrhundert kommen sie erstellen. Sie will auch herausfinden, ob es an Wien und das Vorstädten seinerzeit besonders gefährliche Zonen gab. Und schlussendlich gebe es viel Populärliteratur über Mord, totschlag und Hinrichtungen das ende der demnächst Neuzeit, die sich allerdings kaum oben fundierte soße stütze. Hier könne vielleicht die einer oder ist anders Irrmeinung korrigiert werden.


So ist eingetroffen der Tod


Sämtliche Arten der Hinrichtung in dem Wien des 18. Jahrhunderts.


Enthauptung: ns Kopf es wurde mit von Schwert gezwungen vom Rumpf getrennt.


Hängen: der Delinquent wurden mit dem Hals an einer Schlinge aufgehängt und starb weil Genickbruch hagen Strangulation.


Vierteilung: weil Zerren an den arm und Beinen wurden drei Gliedmaßen vom Rumpf abgetrennt. Das Delinquent wurde so in die namensgebenden vier teil zerrissen. Häufig geschah dies erst am Leichnam.

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Rädern: ns Verurteilte wurde bei der Boden festgebunden und mit ein "Richtrad“ über den Beinen bis zu den armen überrollt. Waren alle Gliedmaßen gebrochen, konnte er in Rad festgeflochten hagen leichter gevierteilt werden, gelegentlich folgte danach auch Aufhängen.


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