AFGHANISCHE FLÜCHTLINGE IM IRAN

Dr. Elke Grawert, habilitierte Politikwissenschaftlerin; wiss. Mitarbeiterin bei der Internationalen Konversions-zentrum bonn (BICC); Forschung zu Gewaltakteuren und politischer Ökonomie; flucht und Migration


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rückkehr afghanischer Flüchtlinge das ende Iran Schätzungen zufolge leben mehr zusammen drei millionen Afghaninnen und Afghanen im Iran. Sie flohen bevor Krieg und ausschreitungen oder erhofft sich bessere Erwerbs- und Bildungschancen. Eine Rückkehr nach Afghanistan ist oft nicht by Dauer.

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Oktober 2001: Afghanische Familie in einem Flüchtlingslager des Roten Halbmonds in der iranisch-afghanischen Grenze. (© picture-alliance/dpa)

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Afghan*innen roh seit viel Jahrzehnten innerhalb Iran; viele bewegen sich im Laufe ihres Lebens mehrmals mitte diesen beiden und häufig sogar weiteren land der regionen hin und her. Seit das ende der 1970er Jahre zu sein afghanische Staatsangehörige vermehrt wie Flüchtlinge an den Iran gekommen. Enthalten gibt es eine weite Grauzone inmitten Arbeitsmigrant*innen und Flüchtlingen auch zwischen Menschen, ns ohne Aufenthaltsdokumente innerhalb Iran leben, weil sie sich in Afghanistan nicht sicherlich fühlen, und registrierten Flüchtlingen. In dem Zuge gewaltsamer machtkampf und wechselnder politischer Bedingungen bei Afghanistan hat das seither viel Rückkehrwellen und erneute Fluchtbewegungen aus Afghanistan bei den Iran gegeben. 2017 lebte fast eine Million registrierte flüchtlinge und 620.000 Visainhaber*innen das ende Afghanistan auch schätzungsweise anderthalb bis um zwei millionen Afghan*innen habe nicht afghanische Ausweise oder iranische Aufenthaltsdokumente innerhalb Iran. <1> Ähnliche daten werden seit jahrzehnten genannt, ohne sich kontinuierlich oder signifikant kommen sie verändern. <2>Wie schon bei früheren Phasen, zu sein die Rückkehrzahlen über Afghan*innen das ende dem Iran zurzeit Äußerst hoch. 2016 kehrten 443.527 afghanische Staatsangehörige das ende dem Iran und gleichzeitig eine ähnlich hohe Zahl das ende Pakistan nach Afghanistan zurück. <3> 2017 betrug die Zahl das Rückkehrer*innen das ende dem Iran mehr als 450.000. <4> in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 zählte die Internationale Organisation für Migration (IOM) 311.117 Rückkehrer*innen das ende dem Iran nach Afghanistan. <5>Wie integrieren wir all diese jedermann nach ihr Rückkehr an Afghanistan? was Möglichkeiten jawohl Rückkehrer*innen in Afghanistan, ihr Lebensunterhalt zu sichern? bleiben sie, oder wandern sie sehr bald anderer ab? Welche unterschiede bestehen inmitten Rückkehrer*innen verschiedener sozialer Klassen? das Beitrag beantwortet diese Fragen auf der Grundlage von Dokumenten relevanter Hilfsorganisationen, Fachliteratur ebenso Interviews mit Afghan*innen, das die schriftsteller zwischen 2015 und 2017 innerhalb Rahmen by Forschungsaufenthalten innerhalb Großraum von Kabul und Herat durchgeführt hat. <6>

Gründe zum Abwanderung und kehrte nach Afghanistan schon seit 1980

1978 brachte ein Militärputsch einen kommunistisches Regime bei Afghanistan bei die Macht, das von 1979 bis zu 1989 by einer sowjetischen Besatzungsmacht unterstützung wurde. Bewaffnete auseinandersetzungen mit Oppositionsgruppen, die bis 1992 kommen sie mehreren Regierungswechseln <7> führten, trieben etwa nr 3 Millionen Afghan*innen an die Flucht bei den Iran. <8> Neben ns politischen und prägnant Bedingungen in Afghanistan spielen auch die politischen Entwicklungen innerhalb Iran eine Rolle zum Abwanderung und Rückkehr von Afghan*innen. Nach das Islamischen aufruhr von 1979, die Ayatollah Khomeini in die Macht ich brachte hatte, führte ns iranische regierung eine Politik das offenen Tür gegenüberliegende seite Flüchtlingen das ende muslimischen ländern ein. Bis start der 1990er jahre gewährte sie Afghan*innen unbegrenzten Aufenthalt und das gleichen sozial Leistungen zusammen für Iraner*innen. <9>Die schwere iranische wirtschaftskrise nach dem aus des Iran-Irak-Krieges 1988, verschärft weil westliche Sanktionen, wirkte sich sogar auf das iranisch-afghanische Verhältnis bei der die gesellschaft aus. Iraner*innen nahmen das Afghan*innen zunehmend wie Konkurrent*innen wahr, wenn es um Wohnungen, soziale leistungen und Arbeitsplätze ging. Ns iranische regierung änderte deine Politik gegenüberliegende seite afghanischen Migrant*innen, schränkte das Zugang zu sozialen service ein, erschwerte ns Verfahren von Weiterbewilligung ns Flüchtlingsstatus, anforderung Afghan*innen zur ist zurückgekommen nach Afghanistan oben und es begann mit ns Durchführung über Abschiebungen. <10> aus 1992 form das Flüchtlingswerk das Vereinten nationen (UNHCR) sowie ns Regierungen ns Iran und Afghanistans eine Dreiparteienkommission, die ein Rückführungsprogramm zum Afghan*innen auflegte. In diesem frames kehrten 1993 etwa 300.000 flüchtenden nach Afghanistan zurück, während weitere 300.000 Menschen dein Rückkehr selbst organisierten. Darüber hinaus schob das iranische regierung 190.000 Afghan*innen, die ohne Aufenthaltsdokumente in dem Iran lebten, nach Afghanistan ab. Mitte 1992 und 1995 kehrten dafür etwa 1,3 millionen Afghan*innen nach Afghanistan zurück, obwohl dort nach der 1992 auftreten Machtübernahme durch die Mujahidin einer Bürgerkrieg ausgebrochen war. <11> Bewaffnete Milizen kampf im Rahmen einer islamischen Staats Afghanistan vor allem bei der hauptstadt Kabul und zustimmen Provinzhauptstädten um herum die Vorherrschaft. 1996 setzten sich die Taliban bei einigen städten durch. <12> dies löste eine erneute Fluchtbewegung aus Afghanistan bei den Iran aus. Die iranische regierung erkannte nur wenigen dieser Neuankömmlinge das Flüchtlingsstatus zu, gewährt ihnen dennoch ein temporäres Aufenthaltsrecht, ns jährlich neu anfrage werden musste (Amayesh-Karte). Mit dies Maßnahme gefangen die behörde eine knappe Million Afghan*innen, wer Aufenthalt in dem Land so zeitweilig legalisiert es wurde und ihnen ns Zugang zu medizinischer Grundversorgung gewährte. Allerdings dürfen Inhaber*innen das Amayesh-Karte wir nur in festgelegten Gebieten aufhalten und weder ein Laden eröffnen noch einer Führerschein machen. <13> dort die iranische behörde die ausgaben für eine Arbeitserlaubnis anhob, begannen viele Afghan*innen, illegal als Tagelöhner*innen, Landarbeiter*innen, Ladenhelfer*innen, Straßenhändler*innen, Reinigungskräfte, Haushaltshilfen, innerhalb Bergbau, Steinbrüchen und auf dem Bau kommen sie arbeiten. <14>Die Militärintervention das USA absturz 2001 das Talibanregierung in Afghanistan und installierte eine Übergangsregierung unter Hamid Karzai, der dann von 2004 bis 2014 vorsitzender Afghanistans war. Schon seit 2003 stellt die iranische regierung keine neu Amayesh-Karten für Afghan*innen mehr aus. Daraufhin stieg ns Zahl “undokumentierter” Afghan*innen in dem Iran, deshalb von landsmann ohne Aufenthaltsgenehmigungen. Trotz kehrten von März 2002 bis um Oktober 2004 innerhalb Rahmen eines freiwilligen Rückkehrprogramms 770.643 Afghan*innen nach Afghanistan zurück. Aber hielten sich mitte 2001 und 2005 nächste mehr zusammen einer Million dokumentierter Afghan*innen etwa einer halbe Million undokumentierter afghanischer Migrant*innen weiterhin innerhalb Iran auf. <15>Als abdominal muscle 2006 die Kämpfe mitte afghanischen Regierungstruppen und Taliban wieder zunahmen, stieg die Zahl der afghanischen Zuwander*innen bei den Iran sonstiges an. 2008 beschloss das Dreiparteienkommission, dass Inhaber*innen über Amayesh-Karten einer Arbeitserlaubnis weil das 87 festgelegte Stellenkategorien erwerben durften, die bei jedem Wechsel des Arbeitgebers ebenso jährlich erneuert verstehen musste. Amayesh-Karten sollen zunehmend durch eine reguläre aufenthaltsgenehmigung abgelöst werden. <16> da die iranische behörde die ausgaben für das Verlängerung das Gültigkeit das Amayesh-Karte sicher erhöhte, wuchs ns Zahl das Afghan*innen ohne wertvoll Aufenthaltsdokumente rapide und wurden 2017 oben 35 Prozent das Afghan*innen innerhalb Iran geschätzt. <17> sie sind an ständiger Gefahr, fangen und abgeschoben <18> kommen sie werden. <19> das Zahl der abgeschobenen Afghan*innen stieg by 239.992 personen 2015 in 246.838 im Jahr 2016; im Jahr 2017 zu sein 276.088 Afghan*innen ende dem Iran abgeschoben. <20> darunter jenen, ns seit anfang 2018 ende dem Iran nach Afghanistan kam sind, zählte die Internationale Organisation zum Migration Über 179.000 Abgeschobene, inzwischen etwa 132.000 landsmann “spontan” zurückgekehrt sind – deshalb ohne bei einem Unterstützungsprogramm für freiwillig Rückkehrer*innen teilzunehmen. Knapp 10.000 Abgeschobene erhielten einer Notfallunterstützung nach ihrer Einreise in Afghanistan. Ns Internationale Organisation zum Migration (IOM) stellte zwischen anfang Januar und das ende Mai 2018 soforthilfe für Über 1.700 unbegleitete Kinder, alt Menschen und Frauen sowie für 1.012 Sonderfälle (darunter Drogensüchtige), 879 verletzt und Kranke zusätzlich für von 5.000 abgeschobene familien mit kleinen kinder bereit. <21>Der Lebensstandard in dem Iran zu sein nach als vor wesentlich höher wie in Afghanistan, jedoch sind die rechtlichen Hürden zum Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung sehr hoch. Frau haben wesentlich bessere Möglichkeiten, am Erwerbsleben teilzunehmen. Kinder können innerhalb Iran eine bessere Schulbildung erlangen wie in Afghanistan. Afghanische eltern – auch aus Arbeiterfamilien – jawohl sich stammen aus jeher bemüht, von ihnen Kindern im Iran das Schulbesuch kommen sie ermöglichen. <22> viele afghanische familien haben in diese cannick einen höheren sozial Status an der zweiten Generation erreicht. <23>

Reintegration bei Afghanistan

Afghanistan ist heute nicht an der Lage, jährlich etliche Hunderttausend afghanische Rückkehrer*innen nachhaltig in seine wirtschaft und Gesellschaft kommen sie integrieren. Politisch Unsicherheit, Gefahren, von Bombenangriffen bewaffnet Organisationen zusammen den Taliban oder bewaffneten konflikt zwischen das Armee und gegnerischen gruppen mit betroffen kommen sie werden, sowie eine sich anzeigen schleppend von den heftig Einbrüchen über 2013-2015 erholende wirtschaft bieten sind nicht geeignetes um herum für eine gelingende Reintegration. Das fehlt an massiver Unterstützung von einen längeren Zeitraum. Da drüben im dauer 2015 bis um 2017 die Hilfen von außen sanken, wurde ns Not an den Armensiedlungen in Kabul und anderen Städten, an denen sich sogar zahlreiche Binnenvertriebene niedergelassen haben, immer größer. Außergewöhnliche im winter sterben da drüben viele, da drüben Decken und Heizmaterial unerschwinglich für sie sind und Hilfsorganisationen dies kaum noch zur Verfügung zusammenarbeiten können. <24> ns Armen in den städten Afghanistans, die in diesen Ansiedlungen aus selbst gebauten klein Häusern das ende Lehm, Blech, Plastik und Restmaterialien leben, konkurrieren in der informellen Wirtschaft um herum minimale Einkommen wie Träger, Autowäscher, Dienstleister*innen jeder nett sowie zusammen Kleinsthändler*innen zum Produkte, die sie größeren Händlern abkaufen. Rückkehrer*innen, ns ebenfalls arm und sind nicht alphabetisiert noch über einen Schulabschluss hagen eine beruflicher verfügen, gefunden sich häufig bei diesen Siedlungen wieder, in denen der auch weiterhin ihrer Häuser weil Vertreibungen angedroht und gerade genug genügend Einkommen zum Leben kommen sie verdienen ist. <25> aber entscheiden wir ein bis zwei Drittel ns Rückkehrer*innen dafür, sich in Kabul niederzulassen. <26> Viele halten die Lage an ihren ländlichen Herkunftsregionen für zu unsicher, um herum dort ns neues leben aufzubauen.